„Google+ schließt langsam den Sargdeckel“, schrieb Zeit Online über die neuesten Entwicklungen beim Sozialen Netzwerk. Doch was ist passiert? Google, der größte und mächtigste Konzern der Welt, stoppt nicht nur seit geraumer die Weiterentwicklung von Google+, sondern koppelt nun auch diverse Plattformen ab. So könnt Ihr nun z.B. bald  YouTube-Videos auch ohne Google+ Account kommentieren. Das Soziale Netzwerk, dass als großer starker Konkurrent zu Facebook 2011 ins Rennen geschickt wurde, hatte diese Funktion 2013 auf seiner Videoplattform mit großem Protest eingeführt. Auch bei der Nutzung von anderen Diensten wie Picasa war ein Google+ Profil zwingende Voraussetzung.

Mit diesen zwingenden Maßnahmen schaffte es die Google+ Plattform auf immense 2,2 Milliarden registrierte User (Stand 2015) weltweit, obwohl die Plattform nie eine große Aktivität verzeichnen konnte. In der Weiterentwicklung hinkte man dem Marktführer Facebook immer hinterher und kam nie richtig aus den Startlöchern.

Wie geht es nun weiter?

Am Montagabend kündigte Google dann in seinem Blog an, Google+ künftig aus mehreren seiner Produkte zu entfernen.“Die Leute haben uns gesagt, dass der Zugang zu allen Google-Angeboten mit nur einem Nutzerkonto das Leben deutlich einfacher macht“, schreibt Google-Manager Bradley Horowitz im Google-Blog. „Wir haben aber auch gehört, dass es keinen Sinn ergebe, das Profil bei Google+ als Identität für alle anderen Google-Produkte zu nutzen.“ Es ist wohl der nächste Schritt, das nie ganz beliebte Netzwerk langsam zu beerdigen.

Beim Kommentieren und Hochladen reicht bei YouTube zukünftig ein normaler Google-Account. User, die ein Profil im sozialen Netzwerk angelegt haben, obwohl sie es nicht nutzen möchten, macht es Google demnächst leichter ihr Profil wieder zu löschen.

Achtung: Nicht voreilig den Google+ Account löschen!

Jetzt heißt es aber erstmal Ruhe bewahren und nicht voreilig den Google+ Account löschen. Das Unternehmen warnt , dass man mit dem Entfernen des Accounts warten soll, bis alle technischen Änderungen wirklich umgesetzt wurden – andernfalls könnte man neben seinem Google+ Profil auch seinen YouTube-Kanal löschen.