In der Nacht vom 13. auf den 14. November erschütterte eine Serie von Terroranschlägen die Stadt Paris. Nicht nur die Menschen dort versetzten die Anschläge in Schrecken – auf der ganzen Welt bangten Menschen um Freunde und Angehörige, die sich zu dieser Zeit in der französischen Hauptstadt befanden. Aufatmen konnten viele u.a. dank Facebook. Das soziale Netzwerk schaltete kurze Zeit nach den Anschlägen sein Tool „Safety-Check“ frei.
Ursprünglich war die Funktion für Umweltkatastrophen gedacht. Seit dem Tsunami 2011 in Japan arbeitet Facebook an dem Tool, das Menschen in Katastrophengebieten die Möglichkeit gibt, während einer Krise über Facebook miteinander in Verbindung zu treten. Die Funktion wurde nun erstmals während eines Terroranschlages eingesetzt und von Tausenden genutzt.

Was passiert im Falle eines Falles?

Über GPS bestimmt Facebook den Standort seiner Nutzer und findet so heraus, ob sie sich gerade in der Nähe eines Katastrophengebietes befinden. Ist dies der Fall, fragt Facebook per Push-Benachrichtigung nach, ob es ihnen gut geht.
Mit dem Button sollen Menschen in einer Notlage schneller und übersichtlicher erkennen, wer in Sicherheit ist und wer nicht. Gerade in Krisengebieten ist es wichtig, Angehörige miteinander zu verbinden. Auch in Paris brachen nach den Terroranschlägen die Handynetze wegen Überlastung zusammen. Über WLAN oder DSL blieb Facebook jedoch für seine Nutzer erreichbar, weshalb viele Menschen „Entwarnung“ geben konnten. Den neuen Button erkennt man schneller als ein einfaches Status-Update einer Einzelperson. In der neuen Funktion wird auf einen Blick ersichtlich, welche Freunde sich als sicher gemeldet haben. Nutzer können nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Freunde als „safe“ melden.
Während der erschütternden Anschläge hat sich die Funktion des größten sozialen Netzwerkes erneut als sinnvoll erwiesen. Dennoch gab es auch kritische Stimmen: Etwa bei den Anschlägen in Beirut kurz zuvor war der Safety-Check nicht aktiviert worden. Zuckerberg selbst reagierte auf die Vorwürfe und plant, das Tool nun weltweit noch öfter einzusetzen.