Für jeden Facebook-Nutzer sind die Neuigkeiten unterschiedlich zusammengestellt. Während dem einen Nutzer oft Posts von Unternehmensseiten ganz oben in der Chronik angezeigt werden, sind es bei dem nächsten eher Beiträge von Freunden. Verantwortlich dafür ist der Newsfeed-Algorithmus von Facebook.

Zu wissen, wie dieser Algorithmus aufgebaut ist, wäre insbesondere für Unternehmen interessant, um sich bei den Followern möglichst präsent zu platzieren. Allerdings ist der Algorithmus schwierig zu fassen, da er sich ständig weiterentwickelt.

Warum überhaupt ein Facebook-Algorithmus?

Der auch „EdgeRank“ genannte Algorithmus soll für jeden Nutzer einen individuellen, möglichst gut auf seine Interessen zugeschnittenen Newsfeed generieren. Er sortiert die Posts also für jeden einzelnen vor. Ohne diese Auswahl würden die Nutzer schnell von einer Flut an Benachrichtigungen überrollt werden! Dabei spielen Verbindungen zu anderen Nutzern, eigene Aktivitäten wie Likes und Kommentare, persönliche „Gefällt mir“-Angaben, allgemein besonders populäre Posts und die Art von Postings eine Rolle.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Der Facebook-Algorithmus setzt sich aus drei grundlegenden Faktoren zusammen. Die Affinity misst die Beziehung zwischen Nutzern, die in diesem Fall reale Personen oder auch Unternehmen sein können. Je häufiger eine Interaktion zwischen solchen Nutzern stattfindet, desto interessanter ordnet Facebook die Posts dieser Nutzer füreinander ein. Das „Weight“ eines einzelnen Posts ergibt sich aus dem Verhältnis von Klicks, Shares und Likes sowie der Interaktion von Freunden mit diesem. Dabei zählt auch, wie aktiv Nutzer generell sind. Eine Aktion eines generell weniger aktiven Nutzers hat mehr Gewicht als die eines Nutzers, der täglich Bilder kommentiert. Die Time Decay bezeichnet schließlich die Aktualität eines Posts. Je zeitnaher ein Post ist, desto höher wird er im Newsfeed angezeigt. Neben diesen Faktoren spielen noch viele weitere, zum großen Teil unbekannte Faktoren eine Rolle im Facebook-Algorithmus.

So geht’s nach unten – Was ist schlecht fürs Newsfeed-Ranking

Während manche Faktoren das Newsfeed-Ranking positiv beeinflussen, sorgen andere dafür, dass ein Post nach unten wandert. Like- oder Link-Baiting, also das „Betteln“ um Interaktion, sieht der Facebook-Algorithmus gar nicht gerne. Solche Posts wandern im Newsfeed schnell nach unten und können sogar gegen die Facebook-AGBs verstoßen. Das gleiche gilt für Spam-Posts oder Posts, die zwar Klicks, aber keine Likes generieren.

Für erfolgreiche Posts gilt also: Nicht übertreiben, nicht um Interaktion betteln, aktuell bleiben. Wer genau wissen will, wie seine Posts ankommen, kann sich immer der Facebook-Statistiken bedienen. So lassen sich No-Go’s und Erfolgsfaktoren gut identifizieren.