Offenbar ist diese geheimnisvolle Digitalisierung omnipräsent, aber was steckt eigentlich hinter diesem Begriff? Hand aufs Herz, woran denken Sie, wenn Sie “Digitalisierung“ hören? An DVD statt VHS, Email statt Brief, Roboter oder sprechende Kühlschränke? Eine vage Vorstellung hat wohl jeder, der einmal über den Begriff und den Kontext, in dem er genannt wurde, gestolpert ist. Aber sollten wir nicht genauer wissen, was hinter dem Wort steckt, das unsere Gesellschaft und Wirtschaft heute so maßgeblich beeinflusst?

Um mehr über Digitalisierung zu erfahren, beginnen wir dort, wo heute fast jede Recherche beginnt: bei Google und dort stoße ich dann gleich auf den Wikipedia-Eintrag. „Der Begriff Digitalisierung bezeichnet die Überführung analoger Größen in diskrete (abgestufte) Werte, zu dem Zweck, sie elektronisch zu speichern oder zu verarbeiten. Im weiteren Sinne wird mit dem Begriff auch der Wandel hin zu elektronisch gestützten Prozessen mittels Informations- und Kommunikationstechnik bezeichnet“, so die ziemlich komplizierte Definition der Online-Enzyklopädie. Kurz und vereinfacht gesagt: Was früher analog war, ist heute digital.

Von analog zu digital – die Anfänge der Digitalisierung

Wie gehen etwa 20 Jahre zurück. Ich hätte damals in einem dicken Lexikon nachgelesen, was Digitalisierung bedeutet, diesen Beitrag in Word auf meinem langsamen Windows 95 PC geschrieben und nebenbei Musik auf meinem ziemlich globigen MP3-Player gehört. Ein Handy hatten damals noch die wenigsten und wenn, wurden SMS geschrieben oder Snake gespielt. Es war aber irgendwie spürbar, dass die Welt sich nun immer schneller und schneller drehte. Apple, Microsoft, Nokia, Google, Ebay, Amazon oder SAP traten mit aller Wucht in unser Leben und belebten mit immer neuen Errungenschaften den Weltmarkt.

Zur wichtigsten Währung wurden die immer schneller werdenden Datennetze, die Informationen nun in digitaler Form schneller übermitteln, verarbeiten und speichern konnten. Über immer leistungsstärkere Computer mit zunehmend größerer Speicherkapazität ließen sie sich von Nutzern bearbeiten und über das Internet in Sekundenschnelle an einen Kommunikationspartner übermitteln. Aus Textdokumenten wurden digitale Zeichensätze, Digitalkameras und Scanner machten aus analogen Bildern digitale Pixeldateien, MP3 und WAV-Dateien lösten die Hörspielkassette ab. Heute sind wir noch ein paar Schritte weiter. Die Zeitung lesen wir morgens auf unserem Smartphone, ein Fitnesstracker zählt den Kalorienverbrauch auf unserem Weg zur Arbeit, unser Kühlschrank empfiehlt uns gleich ein passendes Abendessen und fragt uns über eine App, ob er zukünftig nicht die günstigere Milch mit dem geringeren Fettgehalt bestellen soll.

Vernetzte Unternehmen mit vernetzen Mitarbeitern

Nicht nur der Lebensalltag wird immer digitaler, die Digitalisierung hielt auch schnell Einzug in alle Bereiche unserer Arbeit. Messenger mit integrierter Videotelefonie oder Cloud Computing erlauben es Teams, sich in Echtzeit überall auf der Welt miteinander auszutauschen. Dazu vereinfachen verschiedenste Softwarelösungen, wie z.B. SAP Business One, das produktive Arbeiten in allen Unternehmensbereichen hocheffizient und koordinieren kostengünstig alle Schritte von Einkauf bis zum Vertrieb.

Online-Shops, Apps und sogar soziale Netzwerke werden zu starken Verkaufsplattformen, in denen Bestellungen aus aller Welt eintreffen. Digitale Service-Hotlines und Mailrobots ermöglichen dann die schnelle Reaktion auf Kundenanfragen und Bestellungen. Zufriedene Kunden werden zu Multiplikatoren, denn sie posten Bilder und Videos ihrer Errungenschaften auf Instagram, Facebook und Snapchat. Die Pakete werden, teilweise jetzt schon, mit selbst fahrenden Lieferwagen und Drohnen in wenigen Stunden angeliefert.

Herausforderung digitaler Wandel?

Schnelligkeit, Effizienz und niedrige Kosten, das ist die Devise der Digitalisierung 4.0. Klingt nach einer großen Herausforderung, aber mithalten kann eigentlich jeder! Der digitale Wandel brachte nicht nur die Möglichkeiten, sondern machte sie auch für jeden zugänglich. Dank Open-Source Technologien, immer einfacheren Programmiersprachen, kostengünstigen Softwarelösungen und den Digital Natives der Generation Y in unserer Mitte kann sich jeder für die Zukunft rüsten.

Mein Tipp: Fühlen Sie sich nicht gedrängt, möglichst digitalisiert aufzutreten oder die innovativsten Technologien zu nutzen. Investieren Sie lieber in fundiertes Know-how, um die geeigneten Strategien für Ihre Bedürfnisse zu identifizieren und diese Möglichkeiten für Ihre Zwecke optimal zu nutzen. Den ersten Schritt haben Sie ja bereits getan: Die Frage „Digitalisierung – was ist das eigentlich?“ können Sie jetzt jedenfalls auch ohne Lexikon beantworten.

Ihr Christoph von Külmer (Geschäftsführer SportBrain Social Media Agentur)