…So oder ähnlich lauten Clickbait-Titel, mit denen Anbieter auf Facebook versuchen, so viele Menschen wie möglich zum Klick auf eine Seite zu bringen. Tatsächlich führen die Überschriften, die in blumigen Worten oft die verrücktesten Geschichten anpreisen, dann zu Stories, die den hohen Erwartungen kein bisschen gerecht werden. Ein Problem, mit dem Facebook bereits seit einiger Zeit zu kämpfen hat – und gegen welches das Netzwerk nun mit neuen Algorithmen entschiedener vorgehen will.

Falsche Versprechungen für mehr Klicks

Clickbaits, zu Deutsch „Klickköder“, sind Beiträge im Internet oder in sozialen Netzwerken, die mittels Überschriften und Bildern versuchen, Nutzer zum Klick auf Links zu bringen. Um Klicks zu generieren wird oft eine bestimmte, reißerische Wortwahl genutzt, die den Leser neugierig machen soll. Tatsächlich ist die Überschrift aber meist verzerrt und übertrieben. Die Links führen dann zu externen Seiten, wo schnell die Ernüchterung kommt und Nutzer weniger brisante oder spannende Neuigkeiten vorfinden, als anhand der Überschrift erwartet. Das Ziel hinter Clickbaiting sind schlicht und einfach mehr Klicks, somit eine größere Bekanntheit und mehr Besucher der Seite und damit verbunden oft auch höhere Einnahmen durch Werbeanzeigen. Obwohl die Beiträge störend sind und außerdem keinen qualitativen Wert bieten, tauchen Clickbaiting-Artikel immer wieder im Newsfeed aus. Das will Facebook jetzt allerdings ändern.

Neuer Algorithmus soll Clickbaits abstrafen

Ein neuer Algorithmus soll dafür sorgen, dass die reißerischen Beiträge im Newsfeed nicht mehr ganz oben angezeigt werden. Auf dem offiziellen Blog kündigten Sprecher der Plattform an, dass der neue Algorithmus in Zukunft für einen sauberen Newsfeed mit qualitativ hochwertigem Content sorgen soll. Dazu greift Facebook auf langjährige Analysen zurück. Um Clickbaits zu identifizieren, wurde zum einen untersucht, wie lange Nutzer auf dem geklickten Link verweilen. Zum anderen wurden für Clickbaits typische Texte und Wortwahl sowie Domains analysiert, auf welche die Artikel häufig führen. Basierend auf diesen Daten soll der Algorithmus nun entsprechende Beiträge erkennen und abstrafen. Wann der Clickbait-Algorithmus auch in Deutschland greifen wird, ist allerdings noch unklar.