Gerade erst sorgte der Messenger-Dienst WhatsApp mit einem Update seiner AGB für Aufruhr unter den Nutzern. Der Dienst kündigte an, dass Nutzerdaten zukünftig an Facebook weitergegeben werden sollen. Bereits seit 2014 ist WhatsApp Teil der Facebook-Unternehmensgruppe. Obwohl die Datenweitergabe für viel Furore sorgte, ist sie nicht die einzige Änderung in den AGB. Zukünftig öffnet sich der Messenger nämlich auch für kommerzielle Nachrichten!

Was bedeutet das für Nutzer…

In dem Update der Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat WhatsApp der Öffnung für kommerzielle Nachrichten einen ganzen Absatz gewidmet:

Aber was genau bedeutet das für die User des Messenger-Dienstes? Mit der Neuerung öffnet sich WhatsApp für Nachrichten von kommerziellen Unternehmen. Damit können zum Beispiel Firmen, Marken oder Verlage Nachrichten an Nutzer des Dienstes versenden. User könnten sich so etwa informieren, wann ein Kleidungsstück in einem Online-Shop wieder in ihrer Größe vorrätig ist. Oder sie könnten per WhatsApp benachrichtigt werden, wenn ihr gebuchter Flug oder Zug Verspätung hat oder gar ausfällt.

Wie und ob sie solche Nachrichten erhalten, sollen Nutzer selbst verwalten können, heißt es in den AGB weiter. Darüber, wie genau diese Möglichkeiten der Regulation aussehen, verrät der Absatz allerdings noch nichts.

… und für Werbetreibende?

Die Öffnung für kommerzielle Nachrichten ist nicht mit der Öffnung für Werbung gleichzusetzen. Rein werbliche Angebote wie Werbebanner oder -anzeigen will WhatsApp weiterhin nicht zulassen. Jedoch können die Nachrichten, die ein Nutzer von Firmen oder Marken erhält, „Marketing“ oder „Angebote“ enthalten. So könnten Werbetreibende indirekt Werbung verschicken, ohne gegen die Werberichtlinien zu verstoßen – zum Beispiel als Link zu einem alternativen Angebot auf der eigenen Seite oder einem Blog mit weiterführenden Inhalten.