Snapchat ist der Star der Stunde: etwa 150 Millionen Menschen nutzen die Video-App jeden Tag. Besonders bei den jüngeren Nutzern ist die App inzwischen teilweise beliebter als Konkurrenten wie Twitter oder Instagram. Jetzt will Snapchat offenbar den Schritt an die Börse wagen.

Bei Snapchat können Nutzer aus ihren aufgenommenen Fotos und Videos kleine Filmchen zusammenschnipseln, die sich nach 24 Stunden selbst wieder löschen. Auch bei den Gestaltungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt und die Nutzer können sich mit Texten, Kritzeleien, Emojis oder Filtern austoben.

Erste Hinweise bereits im September

Verschiedenen Medienberichten zufolge hat Snapchat-Gründer Evan Spiegel bereits vor etwa einer Woche die Börsenzulassung für die App bei der US-Aufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) beantragt. Die Pläne dazu existieren offenbar noch länger. Ende September wurde die Firma hinter der App mit dem kleinen Geist als Logo nämlich umbenannt: Der Name änderte sich von „Snapchat“ in „Snap Inc.“. Damals witzelte Spiegel, der neue Name sei insbesondere für die Leute an der Wall Street gedacht. Experten erwarten die Platzierung der Aktie im nächsten Frühjahr.

Börsengang wird hoch bewertet

Die Umsätze von Snapchat lassen sich sehen. Die 2011 entstandene App erwirtschaftete letztes Jahr 60 Millionen Dollar, dieses Jahr soll die 350 Millionen-Marke geknackt werden und für 2017 wird sogar die erste Milliarde erwartet. Die Börsenbewertung der App soll, Schätzungen des Wall Street Journals zufolge, zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar liegen. Vier Milliarden Dollar könnte die App dort einnehmen.

Der Börsengang der App könnte der gesamten Tech-Branche zugutekommen. Während sich im letzten Jahr kaum Startups an die Börse wagten, könnte sich das nun ändern. Experten vermuten, dass Unternehmen wie Airbnb oder Uber dem Beispiel der Video-App folgen könnten.