Nachdem Facebook vergangenes Jahr mit einem bösen Messfehler bei der Nutzungszeit von Videos für negative Schlagzeilen gesorgt hatte, will das Unternehmen nun für mehr Transparenz für seine Werbekunden sorgen. Dazu wurde der Berliner Ad-Verification-Anbieter Meetrics ins Boot geholt.

Falsche Zahlen: Facebook überschätzte Nutzungszeit von Videos

Letztes Jahr hatte Facebook seine Werbekunden mit einem Messfehler massiv verärgert. Dieser betraf die Sehdauer von Videos: durch einen Rechenfehler hatte Facebook ganze zwei Jahre lang falsche Informationen über die Nutzungszeit von Videos veröffentlicht und diese um 60 bis 80 Prozent überschätzt.

Nachdem der Fehler publik wurde, forderten Werbekunden, dass zukünftig auch Analytics-Tools von Drittanbietern zum Einsatz kommen sollten. Facebook zeigte Einsicht und arbeitet bereits mit den Drittanbietern comScore, Integral Ad Science und moat zusammen, die Kampagnendaten verifizieren.

Meetrics soll für mehr Transparenz sorgen

Nun baut Facebook seine Zusammenarbeit mit Verifizierungs-Anbietern weiter aus, um den Werbern noch mehr Transparenz zu bieten. Dazu arbeitet das Netzwerk erstmals mit einem europäischen Ad Verification-Dienst zusammen, dem Anbieter Meetrics. Der Dienst soll Display- und Video-Ads auf Facebook bezüglich ihrer Sichtbarkeit und Sichtbarkeitsdauer neutral überprüfen.

Für Werbetreibende sollen so neue Verifizierungsmöglichkeiten für Facebook-Kampagnen geschaffen werden. Die Metriken sollen eine transparentere Erfolgsmessung ermöglichen und so als Basis für fundierte Media-Entscheidungen dienen.