Einzelne Websites verloren bis zu 100 Plätze im Google-Ranking, andere machten plötzlich einen Sprung nach vorne: „Fred“ sorgte im März für reichlich Wirbel in der SEO-Szene. Das Update im Google-Algorithmus, das den inoffiziellen Namen Fred verliehen bekam, wurde inzwischen von Google-Mitarbeitern bestätigt. Was genau hat es mit dem Update auf sich und was ändert sich nun für Websites?

Updates im Google-Algorithmus

Jährlich führt Google etwa 400 Updates seines Algorithmus durch. Während viele dieser Updates kleiner sind und sich nicht großartig bemerkbar machen, gibt es auch immer wieder größere Veränderungen, die Namen wie Panda, Penguin oder Phantom tragen. Diese Updates haben weitreichendere Auswirkungen und können sich stark auf die Bewertung von Websites und somit auch ihre Position in den Suchergebnissen auswirken.

Googles Ziel dabei ist es, seinen Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse für ihre Suche zu liefern. Websites mit hochwertigem Content beispielsweise sollen in den Google-Suchergebnissen möglichst prominent angezeigt werden. Websites mit minderwertigen Content, also kopierte, schlecht aufbereitete oder werbliche Artikel, werden dagegen abgestraft und sind weniger gut sichtbar.

Fred – nach langen Spekulationen endlich bestätigt

Das Google-Update Fred war lange Zeit nur ein Gerücht. Google zeigt sich, was Äußerungen zu Updates im Algorithmus angeht, meist nicht sehr gesprächig. Deshalb gibt es zu den Änderungen und ihren Auswirkungen meist kaum handfeste Informationen. Über das Update Fred war lange Zeit nicht mehr bekannt, als dass es im März ausgerollt werden und sehr umfassend sein sollte. Inzwischen haben Mitarbeiter von Google bestätigt, dass es tatsächlich Veränderungen im Algorithmus gab. Allerdings mangelt es immer noch an verifizierten Informationen.

Harte Abstrafungen für Werbung?

Diverse SEO-Tool-Anbieter haben inzwischen Analysen durchgeführt und Veränderungen genau im Auge behalten. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Fred eine Verschärfung des 2011 ausgerollten Updates Panda ist. Dieses fokussierte insbesondere die Qualität von Website-Inhalten. Mit dem neuesten Update werden also die bekannten Faktoren abgestraft – nur eben noch stärker. Vor allem Websites, die mit Werbung überladen sind, sollen von Fred schlechter bewertet werden. Eine Analyse des Anbieters Sistrix identifizierte außerdem viele Werbebanner, AdSense-Kampagnen oder Affiliate-Links als negative Faktoren. Negativ auswirken sollen sich auch Texte, die mit SEO-Keywords vollgestopft sind, sowie veralteter oder dünner Content.

Was bedeutet das nun für Website-Betreiber? Leider lässt sich nur das sehr allgemeine Fazit ziehen, dass noch mehr Wert auf gute und qualitativ hochwertige Inhalte gelegt werden sollte. Da von Google vermutlich keine weiteren Informationen zu den Veränderungen zu erwarten sind, sollten Betreiber von Websites ihre Seiten in den nächsten Monaten genau im Auge behalten.