Im Juni 2016 kaufte Software-Riese Microsoft das Business-Netzwerk LinkedIn – für stolze 26,2 Milliarden US-Dollar. Jetzt beginnt der Konzern mit der Integration der Plattform in seine Vertriebs-Software Dynamics 365. Der Schritt soll Unternehmen ermöglichen, auf die Daten des Business-Netzwerkes zuzugreifen und so die Suche nach Personen verbessern.

Der Aufkauf von LinkedIn durch den Software-Riesen sorgte bereits für Spekulationen. Jetzt spricht Microsoft Klartext: mit der Integration der Business-Plattform in die Microsoft-Software sollen Unternehmen ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe künstlicher Intelligenz fundamental verändern können – sowohl im Bereich Sales, als auch im Recruiting.

Über LinkedIn zu Mitarbeitern und Leads

Microsoft will den von LinkedIn vertriebenen „Sales Navigator“ mit der Verkaufs-App 365 Sales zusammenführen und als Paket verkaufen. Die Kombination der Dienste soll die Analyse der Datenbank von LinkedIn möglich machen, um besser auf potentielle Kunden aufmerksam zu machen und bessere Leads vorzuschlagen.

Im Bereich Human Resources soll im Juli 2017 außerdem die neue Microsoft-App Dynamics 365 for Talent erscheinen. Nach ganz ähnlichem Prinzip soll diese mit dem LinkedIn-Dienst „Recruiter“ verknüpft werden.

Damit sind die Daten aller Systeme inklusive Office 365 auf einer einheitlichen Cloud-Plattform zusammengefasst zugänglich. In Deutschland soll die Nutzung der neu verknüpften Anwendungen ab Juli 2017 möglich sein.

Da die Sicherung von Daten in Cloud-gestützten Datenbanken für Kritik sorgte, will Microsoft sein Dynamics-365-Programm nun auf Serverstandorte in Deutschland ausweiten.

LinkedIn knackt 500 Millionen Nutzer

Die Business-Plattform macht aktuell nicht nur mit seiner Microsoft-Verknüpfung, sondern auch mit gerade veröffentlichten Rekord-Nutzerzahlen von sich reden. Laut eigenen Angaben verzeichnet die Plattform aktuell 500 Millionen Nutzer weltweit. Damit hängt LinkedIn sogar Twitter (313 Millionen Nutzer) und Snapchat (158 Millionen Nutzer) ab.