Nicht nur Google ist für seine Algorithmus-Änderungen berüchtigt – auch Facebook lässt Werbetreibende gerne immer mal wieder mit Umstellungen im Newsfeed-Algorithmus zittern. Das jüngste Update soll nun vor allem Clickbait-Links, die auf unseriöse Websites verlinken, abstrafen.

Bessere Qualität für den Newsfeed

Mit dem Update wolle man auf kritische Stimmen reagieren und für die Nutzer einen hochwertigeren und informativeren Newsfeed schaffen, heißt es in dem offiziellen Blogpost von Facebook, welcher das Algorithmus-Update ankündigte. Nutzer hätten sich vermehrt über Clickbait-Links beschwert, die mit vielversprechenden Überschriften locken und dann auf unseriöse, externe Seiten verweisen, die nur schlechte Inhalte bieten und mit Werbung überladen sind.

Um gegen Clickbait-Links vorzugehen, setzt Facebook auf künstliche Intelligenz. Bereits letztes Jahr hat das soziale Netzwerk begonnen, Clickbait-Überschriften zu analysieren und beispielsweise bestimmte Formulierungen zu identifizieren. Nun geht das Netzwerk noch einen Schritt weiter und bezieht auch den Content verlinkter Seiten mit ein. Auf Basis dieser Daten sollen verlinkte Seiten dann bewertet werden.

Enthält eine verlinkte Seite also zu wenig Content und zu viele Ads, wird das erkannt und die Seite abgestraft. Der Linkpost kann dann beispielsweise nicht beworben werden und wird im Newsfeed weniger prominent angezeigt.

Was bedeutet das für Publisher?

Müssen sich Seitenbetreiber nun Sorgen machen, dass auch ihre Seiten und Linkposts abgestraft werden? Laut Facebook nicht. Mit dem Algorithmus-Update sollen nur Seiten mit sehr schlechter Qualität negativ bewertet werden. Wer aber hochwertigen und informativen Content bietet, muss sich keine Sorgen machen und kann sogar auf einen Traffic-Anstieg hoffen.

Das Algorithmus-Update soll in den kommenden Monaten ausgerollt werden.