Facebook macht jetzt auch den Messenger zur Werbefläche. Nach vielversprechenden Tests in Australien und Thailand will die Social Media-Plattform Werbung nun auch im Messenger erlauben und rollt die neuen „Messenger Ads“ in einer Beta-Version global aus. Für Unternehmen könnte das neue Format großes Potential besitzen.

Das neue Anzeigenformat soll direkt im Home-Screen des Messengers zu sehen sein. Klicken Nutzer auf eine Anzeige, werden sie entweder in einen Chat mit dem Unternehmen weiter geleitet oder gelangen zu einer externen Website wie etwa einem Shop. In Chats mit Freunden werden euch aber weiterhin keine Anzeigen begegnen – dieser soll laut Facebook frei von Werbung bleiben.

Unternehmen profitieren von Reichweite

Über 1,2 Milliarden Menschen aus aller Welt nutzen den Messenger jeden Monat. Unternehmen könnten von der enormen Reichweite der App profitieren. Durch die Ausweitung von Kampagnen in die App lassen sich noch mehr Menschen mit Werbung erreichen. Neben der größeren Reichweite und besseren Resultaten für digitale Werbekampagnen lockt Facebook auch mit der übergreifenden Optimierung von Kampagnen über seine diversen Plattformen hinweg.

So könnt ihr Messenger Ads erstellen

Die Messenger Ads werden sowohl im Werbeanzeigen-Manager als auch im Power Editor verfügbar sein, so heißt es in einem Artikel auf dem offiziellen Blog von Facebook. Werbetreibende können die Option in Kampagnen integrieren, wenn sie Traffic- oder Conversion-Kampagnenziele verfolgen. Weitere Optionen wie App-Installationen sollen in den nächsten Monaten ebenfalls folgen.

Zu viel Werbung für die Nutzer?

Ob den Nutzern die Ausweitung der Facebook-Werbung auf den Messenger gefallen wird, ist fraglich. Noch 2015 hieß es von Seiten der Social Media-Plattform, man wolle den Messenger werbefrei halten, um die Nutzer nicht mit Werbung zuzukleistern. Die Gerüchte um eine geplante Monetarisierung der Plattform hielten sich jedoch hartnäckig. Nun hat Facebook sein Versprechen tatsächlich gebrochen. Im gleichen Zug verkündete Facebook damals übrigens, man wolle WhatsApp nicht als Werbefläche nutzen. Es bleibt abzuwarten, ob Facebook sich an dieses Versprechen hält.