Eine aktuelle Studie der Bitkom zeigt: Social Media ist in Unternehmen angekommen. Drei Viertel der deutschen Firmen nutzen heute soziale Netzwerke. Die steigenden Ressourcen, die für den Bereich benötigt werden, stellen viele jedoch vor Herausforderungen. Wir haben die spannendsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

Die aktuelle Studie des Digitalverbandes Bitkom basiert auf einer repräsentativen Umfrage, bei der 639 Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen mit einer Größe ab 20 Mitarbeitern befragt wurden.

Drei Viertel der Unternehmen nutzen Social Media

Für Unternehmen sind soziale Netzwerke heute nicht mehr wegzudenken. 73 Prozent nutzen Plattformen wie Facebook und Co. Bei größeren Unternehmen kommt die Nutzung sozialer Netzwerke allerdings häufiger vor als bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Am beliebtesten sind bei den Unternehmen, die Social Media nutzen, klassische soziale Netzwerke: 99 Prozent nutzen beispielsweise Facebook, LinkedIn oder Xing. Ebenfalls beliebt sind Twitter und Co. Solche sogenannten Microblogging-Plattformen werden von 60 Prozent der Unternehmen verwendet. Eigene Blogs werden hingegen von nur relativ wenigen Firmen betrieben. Mit nur 24 Prozent am wenigsten etabliert sind Messenger wie beispielsweise WhatsApp oder das bei jungen Nutzern beliebte Snapchat. Hier wissen offenbar nur wenige Unternehmen, wie sie die Messenger-Dienste für ihre Zwecke verwenden sollen.

„Soziale Netzwerke sind ein wichtiges Marketing-Instrument für Unternehmen, um ihre Markenidentität zu stärken. Gerade jüngere Zielgruppen sind über klassische Kanäle wie Printprodukte kaum noch zu erreichen. Umso wichtiger ist ein starker Auftritt in den Sozialen Medien“, so der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Personeller Aufwand und rechtliche Unsicherheit sind größte Hindernisse

Unternehmen, in denen soziale Netzwerke noch nicht angekommen sind, sehen insbesondere den hohen personellen Aufwand (36 Prozent) und rechtliche Unsicherheiten (24 Prozent) als Hindernisse. Bei 17 Prozent stieß die Integration sozialer Netzwerke auch auf internen Widerstand, wobei finanzielle Gründe im Vordergrund standen.

Der steigende Bedarf an Ressourcen und Personal gibt jedoch auch den Unternehmen zu denken, die bereits soziale Netzwerke nutzen. 75 bzw. 64 Prozent sehen hier die größte Herausforderung, die in Zukunft auf sie zukommt. Auch Datenschutz (60 Prozent) und die Integration in bestehende Unternehmensprozesse (56 Prozent) werden als mögliche Schwierigkeiten betrachtet.

Negative Erfahrungen nicht ungewöhnlich

Social Media-Nutzung ist für Unternehmen jedoch nicht immer nur positiv. 39 Prozent haben tatsächlich bereits negative Erfahrungen in den sozialen Netzwerken gemacht und mussten sich vor allem mit Kritik an ihren Produkten (25 Prozent) oder der Unternehmenspolitik (9 Prozent) auseinandersetzen.