Im Oktober 2016 stellte Facebook in den USA seinen „Marketplace“ vor: Eine Plattform innerhalb von Facebook, auf der Nutzer mit gebrauchten Gegenständen handeln können. In diesem Sommer wird der virtuelle Marktplatz nun auch in Deutschland ausgerollt.

Wer übers Internet sein altes Sofa verkaufen wollte oder sich ein günstiges gebrauchtes Rad zulegen wollte, klickte bislang meist auf eBay Kleinanzeigen oder griff zu Apps wie Shpock. Nun könnten diese Anbieter allerdings ernsthafte Konkurrenz bekommen. Laut Informationen des Tagesspiegels werden die Pläne für den Rollout der hauseigenen Gebrauchtwaren-Börse von Facebook nun konkret. Angeblich ist geplant, das Feature schon bis Mitte August auch nach Deutschland zu  bringen.

Wie funktioniert der Facebook Marktplatz?

Facebook Marketplace ist eine Kleinanzeigen-Plattform, auf der Nutzer über ihre Facebook-Profile Artikel anbieten oder von andern Nutzern kaufen können. User können dabei beispielsweise, ähnlich wie bei eBay Kleinanzeigen, nach Artikeln in ihrer Nähe suchen. Der Austausch zwischen Käufern und Verkäufern läuft über den Facebook Messenger ab. Über ihre Geschäftspartner können sich Nutzer über deren Facebook-Profile informieren – so ist niemand anonym.

Möglicher Konkurrent zu eBay und Co.

In den USA und Großbritannien startete der Marketplace bereits im Oktober 2016. Hier dominierte zuvor das Portal Craigslist den Markt, zu welchem der Facebook-Marktplatz als Konkurrenz-Plattform positioniert wurde.

Hierzulande könnten vor allem der marktführende Online-Gebrauchtwarenmarktplatz eBay sowie das zugehörige eBay Kleinanzeigen unter dem neuen Facebook-Feature leiden. Der Vorteil des Marketplace: die Anwendung holt die Nutzer direkt in Facebook ab. Bei aktuell 360 Millionen Usern allein in Europa ist das ein durchaus beachtlicher potenzieller Kundenstamm!