Um die Video-Plattform Vimeo war es in den letzten Jahren eher ruhig. Jetzt macht der Dienst aber mit einer großen Ankündigung auf sich aufmerksam: Vimeo will seinen Kunden zukünftig eine eigene Livestream-Plattform anbieten.

Vimeo kauft Livestream auf

Gerade wurde bekannt, dass Vimeo den amerikanischen Streaming-Anbieter Livestream aufgekauft hat. Die Übernahme ist die größte in Vimeos Geschichte und soll schon Ende des Jahres perfekt sein. Darauf basierend will Vimeo dann eine eigene Livestream-Plattform aufbauen, die Vimeo Live heißen soll.

Livestream ist eine der größten Plattformen für professionelle Echtzeit-Übertragungen. Unternehmen wie Nike, BBC, Tesla oder die New York Times nutzen die Plattform, um live von Events oder Schauplätzen zu übertragen.

Vimeo schließt zur Konkurrenz auf

Mit dem Live-Angebot will Vimeo zur Konkurrenz aufschließen – und das wird auch nötig. Zum einen werden Live-Inhalte bei den Nutzern immer beliebter. Zum anderen bieten Dienste wie YouTube, aber auch Social Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram ihren Nutzern schon lange Live-Funktion an.

Live-Streaming auf Vimeo: professionell und in HD

Mit der neuen Plattform will Vimeo keine Kundenwünsche offen lassen. Vor allem professionelle Echtzeit-Übertragungen sollen durch 1080p-Streaming, einem Speicherplatz von 5 Terabyte und der Möglichkeit, den Stream nach der Übertragung als 4k-Video zu speichern, ermöglicht werden. Hinzu kommen weitere Funktionen wie die Einbindung von Chats oder Vermarktungstools wie die automatische Erfassung von Mail-Adressen. Analysetools, welche die Performance von Live-Videos untersuchen, soll es ebenfalls geben. Der Vimeo Live-Player soll sich außerdem in verschiedene Plattformen und sogar Websites einbetten lassen.

Gratis wird es das neue Feature allerdings nicht geben. Auf seiner Website hat der Video-Dienst bereits unterschiedliche Preismodelle vorgestellt. Vimeo Live soll demnach zwischen 70 und 750 Euro pro Monat kosten.