Es gibt einige Fehler beim Facebook Marketing, die sich eigentlich ganz einfach durch spezifische Maßnahmen vermeiden lassen – wenn man sie erst mal erkennt. Social Media-Experte Christoph von Külmer verrät, worauf man achten muss.

Keine Frage: Fehler passieren. Irren ist menschlich und oft ist es eine Trial and Error-Methodik, welche letztendlich die besten Ergebnisse hervorbringt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Trotzdem bedeutet Fehler machen auch oft, Geld zu verschwenden. So ist es leider auch beim Thema Facebook Marketing. Anzeigen und Kampagnen kosten mittlerweile gutes Geld. Sprich: Durch zu viele Errors wird man das eingesetzte Geld praktisch verbrennen. Das muss aber nicht sein. Es gibt einige Fehler beim Facebook Marketing, die sich eigentlich ganz einfach durch spezifische Maßnahmen vermeiden lassen – wenn man sie erst mal erkennt.

Nachdem ich hier schon beschrieben habe, welche grundsätzlichen Fehler Sie beim Facebook-Marketing vermeiden sollten, geht’s jetzt ans Eingemachte – beziehungsweise ans Technische. Ran an Facebook-Pixel, A/B-Testing oder Audience Insights!

1. Das falsche Kampagnenziel

Sie wollen auf Facebook werben? Dann müssen Sie sich als Erstes darüber bewusst werden, welches Ziel Sie überhaupt erreichen wollen. Facebook bietet verschiedene Werbeziele an. Um eine Kampagne zu starten, müssen Sie zunächst das richtige auswählen – darauf basiert dann ein entsprechender Algorithmus, der die Distribution der Anzeige bestimmt. Sie können sich also vorstellen, dass eine Kampagne bei einem falsch ausgewählten Ziel ganz schön schief laufen kann!

Im Groben sind die Ziele, zwischen welchen Sie wählen können, die Steigerung Ihrer Bekanntheit, die Steigerung von Traffic und Klicks, das Generieren von Leads oder das Generieren von Conversions. Überlegen Sie sich vorab genau, was Sie mit einer Kampagne erreichen wollen!

2. Niemals auf A/B-Testing verzichten

Egal, ob große oder kleine Kampagne: auf A/B-Testing, auch Split-Testing genannt, sollten Sie niemals verzichten. Das Prinzip dahinter ist Folgendes: Man erstellt verschiedene Versionen eines Beitrages, einer Kampagne oder einer Werbeanzeige und vergleicht ihre Performance.

So lässt sich herausfinden, welche Texte und Bilder am besten bei der Zielgruppe ankommen, welche Call-to-Actions am wirkungsvollsten sind, bei welcher Zielgruppe eine Anzeige am erfolgreichsten ist oder wie Sie eine Kampagne optimieren sollten, um die besten Resultate zu erzielen.

Dank Facebook funktioniert das Ganze auch noch ganz einfach: Mit dem Tool „Split Tests“ können Sie A/B-Tests durchführen, die effizienteste Kampagne ausfindig machen und so die besten Resultate für Ihr Geld erzielen!

3. Verwenden Sie den Facebook Pixel

Vom Facebook-Pixel haben die meisten Marketing-affinen Menschen schon mal gehört. Tatsächlich ist der html-shortcode, der sich auf Websites einbinden lässt, aber eine echte Wunderwaffe! Der Pixel trackt die Aktivitäten der User, die Ihre Website besuchen. Sie können damit nachvollziehen, ob Ihre Marketing-Maßnahmen auf Facebook auch die gewünschten Erfolge erzielen und gezieltes Re-Targeting betreiben!

Aber Achtung: Datenschutzrechtlich ist der Facebook-Pixel sehr umstritten. Wer ihn verwendet, muss seine Website-Besucher unbedingt darüber informieren und ihre Einwilligung einholen. Facebook schützt Sie dabei nicht, die Verantwortung liegt beim Seitenbetreiber. Also unbedingt einen Einwilligungstext erstellen, der den Besuchern Ihrer Seite angezeigt wird, ihre Zustimmung einholen und außerdem einen Absatz zum Facebook-Pixel in Ihre Datenschutzerklärung aufnehmen!

4. Schwache Zielgruppen-Optimierung

Mag sich auch sehr grundlegend anhören, ist aber meiner Meinung nach noch immer einer der häufigsten Fehler, die Unternehmen beim Facebook-Marketing machen: unzureichende Kenntnisse über die Zielgruppe und eine schwache Zielgruppen-Optimierung!

Inhalte, Bilder und Wording, aber auch Anzeigen und Kampagnen müssen unbedingt auf die Zielgruppe optimiert werden! Dabei helfen Ihnen Daten, die Sie mit dem Facebook-Pixel oder den Audience Insights im Facebook Werbeanzeigen-Manager gewinnen können.

Basierend darauf können Sie dann optimales Targeting betreiben und Ihre Anzeigen und Kampagnen auf Ihr Publikum zuschneiden. Dabei können Sie beispielsweise zwischen Kategorien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand, Familienstatus oder Hobbys und Interessen wählen.

Wen das überfordert, der kann sich verschiedener Tricks und Kniffe bedienen. Ein gutes Beispiel ist der Celebrity Tree. Dabei wählen Sie eine berühmte Persönlichkeit, die zu Ihrem Unternehmen passt. Facebook-User, welche die Seite dieser Person geliked haben, sind potentielle Interessenten an Ihrer Nische – und damit eine potentielle Zielgruppe. Je feiner Sie Ihren Tree verästeln – also je spezifischer Sie nach Seiten suchen, die nur Ihrer potentiellen Zielgruppe gefallen sollten – desto wahrscheinlicher wird es auch, dass Sie mit Anzeigen, die auf diese Gruppe getargeted sind, ohne Streuverluste viele potentielle Käufer und Interessenten erreichen.

5. Denken Sie “Mobile First”

Hier mag ich zwar klingen wie eine kaputte Schallplatte – trotzdem muss dieser Punkt immer wieder betonen. Auch, wenn Facebook eine App ist, die von ihren Entwicklern ständig für mobile Endgeräte optimiert wird, heißt das nicht, dass Sie sich um nichts mehr kümmern müssen. Das ist noch nicht einmal schwer. Achten Sie einfach darauf, dass die Schriftgröße auch auf Smartphone und Co. lesbar ist und die Auflösung der Bilder stimmt!