Autor: Christoph von Külmer

Auch in der Augsburger Bevölkerung spielt die Nutzung von Social Media-Netzwerken mittlerweile eine große Rolle. Über 210.000 Fuggerstädter nutzen zum Beispiel Facebook zur Kommunikation, Information und dem Entertainment. Besonders beliebt ist der größte Marktplatz der Welt in der wichtigen Altersgruppe zwischen 20 und 39 Jahren, denn hier sind stolze 122.000 Augsburger regelmäßig aktiv. Auch die einkommensstärkere Zielgruppe zwischen 40 und 65 Jahren steigt jährlich um 10 Prozent an und erreicht jetzt schon 59.000 User.

“Google+ schließt langsam den Sargdeckel”, schrieb Zeit Online über die neuesten Entwicklungen beim Sozialen Netzwerk. Doch was ist passiert? Google, der größte und mächtigste Konzern der Welt, stoppt nicht nur seit geraumer die Weiterentwicklung von Google+, sondern koppelt nun auch diverse Plattformen ab. So könnt Ihr nun z.B. bald  YouTube-Videos auch ohne Google+ Account kommentieren. Das Soziale Netzwerk, dass als großer starker Konkurrent zu Facebook 2011 ins Rennen geschickt wurde, hatte diese Funktion 2013 auf seiner Videoplattform mit großem Protest eingeführt. Auch bei der Nutzung von anderen Diensten wie Picasa war ein Google+ Profil zwingende Voraussetzung.

“Social Media ist keine Besonderheit mehr, Social Media ist Alltag und bestimmt ihn teilweise.“ Als meine Kollegen und ich vor kurzer Zeit einen Online-Marketing Kongress in München besuchten, waren wir besonders von dieser kurzen und prägnanten Aussage eines Trendforschers fasziniert. Ist die Nutzung von Facebook, WhatsApp, Instagram, Xing, Twitter & Co. ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens und bestimmt sogar unseren Tagesrhythmus? Ist die Bedienung dieser Kanäle via PC, Smartphone und Tablet schon Normalität geworden, um zu kommunizieren, mich zu informieren oder meine Firma zu bewerben?

Schon seit einiger Zeit kursierte das hartnäckige Gerücht und nun ist es Realität: Die Artikel von bestimmten Verlagen und Medienhäusern können in der neuen App “Instant Articles” komplett auf Facebook gelesen werden. Damit startet das größte Social Network der Welt eine große Medienkooperation, um seinen ca. 1,5 Milliarden Nutzern Nachrichteninhalte direkt anzubieten und ist keine Zwischenstation mehr auf dem Weg zur Verlagsseite. Doch was hat der Nutzer davon und was bewegt Facebook zur Einführung der neuen App “Instant Articles”? Wir haben uns den offiziellen Pressetext mal genauer unter die Lupe genommen:

“Panda“ , “Freshness“ oder “Pinguin“. Die Updates im Suchalgorithmus von Google haben nicht nur immer fantasievolle Namen, sondern sind bei den Millionen Seitenbetreibern auf der ganzen Welt gefürchtet. Doch noch nie zuvor wurde vor einer Änderung und einem Datum so gezittert. Die Netzgemeinde gab so dem 21. April 2015 den martialischen Spitznamen “Mobilegeddon“. Ein Vergleich mit der biblischen Entscheidungsschlacht zwischen “Gut“ und “Böse“ ist zwar natürlich übertrieben, aber zeigt doch gut den großen Stellenwert der letzten Google-Änderung im Bewusstsein der Medien und Internetnutzer.

Die Chance für Unternehmen, mit ihren Produkten und Dienstleistungen in den sozialen Netzwerken Erfolg zu haben, ist so hoch wie nie zuvor. Zu dieser Erkenntnis kam die aktuelle Studie „Tomorrow Focus Media“ zum Thema Social Trends. Der renommierte Digitalvermarkter hatte die Befragten bereits 2013 zu ihrem Nutzungsverhalten auf Facebook, Twitter & Co. befragt und verglich nun die Antworten mit den im Jahr 2015 erhobenen Daten. Die Ergebnisse sind für alle Werbetreibenden sehr interessant.